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Weinwirt 2003
Der Muhr wurde 2003 von GOURmedia mit der großen Auszeichnung für
besondere Verdienste um die österreichische Weinkultur geehrt.
Im Folgenden finden Sie eine Zusammenstellung der Artikel aus den wichtigsten
Restaurant-Führern.
GOURmedia 2003/04 - Wo isst Österreich?
Das Fresko am hinteren Ende des Saales zeigt noch, wie der „Muhr“
früher einmal ausgesehen hat, als es noch ein ganz einfaches Wirtshaus war.
Ganz einfach ist es mittlerweile allerdings nicht mehr, ein Wirtshaus (mit äußerst
freundlicher Bedienung und viel genuiner Atmosphäre) ist er allemal geblieben.
Dass die beiden Söhne dieses gastfreundlichen Hauses ihr Handwerk in Top-Häusern
wie Adi Werners „Hospiz“ oder noch in Rudolf Kellners legendärem
„Altwienerhof“ erlernt haben, lässt sich nicht verleugnen. Speziell
die Handschrift der Küche zeugt von höchstem (in optischer Hinsicht
vielleicht manchmal von zu hohem) Ehrgeiz. Der in einem veritablen Eiskelch servierte
Cappuccino von Erbsen und Minze mit (darin fast geschmolzenem) Gänseleberparfait
legt davon ebenso Zeugnis ab wie ein köstliches Tomaten-Paprika-Coulis zur
perfekt gegarten Goldbrasse, ein knuspriger Loup de Mer mit Flusskrebs oder ein
herrvoragendes Basilikum-Sorbet auf Riesling-Zitronen-Basis. Für „normale“
Wirtshausgaumen gibt´s Würste, Blunzen, etc. aus Hausschlachtung, Kalbs-
und Rindstafelspitz, Vanillerostbraten, Backhuhn, Mohr im Hemd, Somloer Nockerln
& Co. Die große Weinkarte ist moderat ausgepreist und birgt auch Überraschungen
von regionalen Winzern (z.B. Böheim, Arbesthal), die man (noch) nicht kennt.
TafelSpitz 2004 Im verträumten Gallbrunn werken echte Küchenkünstler.
Sowohl in optischer, wie auch in geschmacklicher Hinsicht. Trotz aller Kreativität
wird aber nicht auf Althergebrachtes vergessen, und man geht satt nach Hause.
A la Carte 2004 Liebevoll eingerichteter und sehr persönlich geführter
Gasthof in der kulinarisch sonst wenig ergiebigen Region Carnuntum. Schöner
Garten. Da es hier noch Hausschlachtung gibt, spielt erstklassiges Fleisch, etwa
das Gallbrunner Stichfleisch, in der Regel die Hauptrolle. Gekocht wird aber,
was Spaß macht und schmeckt. Und daher existieren auch keinerlei Berührungsängste
mit exotischen Rezepturen und Rohstoffen, die allesamt harmonisch und geschmackssicher
in die „Muhr“-Küche einfließen. Regionalität und die
große weite Welt sind in diesem Fall kein Widerspruch. Der Weinkeller, in
dem in erster Linie regionale Weine lagern, wurde kürzlich fertig gestellt.
Aus der Karte: Fangfrische Fine-de-Claires-Austern mit Limetten und lauwarmer
Knoblauch-Ciabatta; Schwertfisch und Tintenfisch auf Auberginen-Tomaten-Gröstel
mit Limonenrisotto im leichten Safranschaum; Stixer Hauskaninchen in der Kürbiskern-Kruste
mit Kürbiskern-Pesto, dazu Kartoffel-Vogerlsalat und Rosmarin-Croutons; Salzburger
Nockerln auf Mango-Orangen-Confit.
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TafelSpitz 2004
Im verträumten Gallbrunn werken echte Küchenkünstler.
Sowohl in optischer, wie auch in geschmacklicher Hinsicht. Trotz aller Kreativität
wird aber nicht auf Althergebrachtes vergessen, und man geht satt nach Hause.
A la Carte 2004
Liebevoll eingerichteter und sehr persönlich geführter
Gasthof in der kulinarisch sonst wenig ergiebigen Region Carnuntum. Schöner Garten.
Da es hier noch Hausschlachtung gibt, spielt erstklassiges Fleisch, etwa das Gallbrunner
Stichfleisch, in der Regel die Hauptrolle. Gekocht wird aber, was Spaß macht und
schmeckt. Und daher existieren auch keinerlei Berührungsängste mit exotischen
Rezepturen und Rohstoffen, die allesamt harmonisch und geschmackssicher in die
„Muhr“-Küche einfließen. Regionalität und die große weite Welt sind
in diesem Fall kein Widerspruch. Der Weinkeller, in dem in erster Linie regionale
Weine lagern, wurde kürzlich fertig gestellt. Aus der Karte: Fangfrische Fine-de-Claires-Austern
mit Limetten und lauwarmer Knoblauch-Ciabatta; Schwertfisch und Tintenfisch auf
Auberginen-Tomaten-Gröstel mit Limonenrisotto im leichten Safranschaum; Stixer
Hauskaninchen in der Kürbiskern-Kruste mit Kürbiskern-Pesto, dazu Kartoffel-Vogerlsalat
und Rosmarin-Croutons; Salzburger Nockerln auf Mango-Orangen-Confit.
Gault millau 2003
Gallbrunn beherbergt eine erstaunliche Oase inmitten der gastronomischen
Wüstenei am diesseitigen Fuß des Leithagebirges: Juniorchef Jakob Muhr zelebriert
in seinem zu einer Art Feinschmeckerlokal aufgestockten Landgasthof ein kreatives
- fast zu kreatives - Küchenkonzept, das mit seiner in jedem Detail spürbaren
Schöpferlust auch manche Manieriertheit liebenswürdig erscheinen lässt. Das beginnt
mit einfallsreichen Aufstrichen zum ofenfrischen Couvert, gerät bereits mit phänomenalen
Vorspeisen und Suppen à la „Erbsencappuccino mit Gänseleber“ zum Fest für Auge
und Gaumen (der Frittatenbouillon könnte freilich mehr Substanz nicht schaden),
gipfelt in dualistischen Kreationen wie Zander und Saiblingsfilets mit Bärlauchrisotto
(der schmeckt, als sei Risotto an sich eine Muhr´sche Erfindung) oder zartsaftigen
Rückentranchen von Hirschkalb und Frischling mit optimaler Fleischqualität und
tut des Guten zuviel mit allzu üppigen Desserts wie Omas Apfelschnitte oder Kardinalsschnitten
nach Auffassung des Hauses. Der freundliche, offenbar gemischtes Publikum gewohnte
Ober („Möchten Sie den Hirschkalbrücken wirklich rosa?“) erweist sich auch als
recht kompetenter Führer durch die gut sortierte Weinkarte, aus der wir uns den
2000er Sauvignon Blanc von Markowitsch und den 1998er Rotspon von Jurtschitsch
wählten. Wenn die Tendenz anhält, wird die zweite Haube schwer zu verhindern sein,
vorausgesetzt Jakob setzt auf mehr Geschmack im Detail und weniger Spielereien
fürs Auge. Zum Übernachten: einige komfortable Gästezimmer.
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